a close up of a blue flower in a field

Damit Bienen – egal ob Honig- oder Wildbienen – überleben können, brauchen sie ein kontinuierliches Nahrungsangebot vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst.

Besonders wichtig sind ungefüllte Blüten: Nur dort sind die Staubblätter frei zugänglich und bieten reichlich Nektar und Pollen.

Hier ist eine Auswahl an „Super-Pflanzen“, die sowohl im Garten als auch auf dem Balkon in der Schweiz hervorragend funktionieren:

Warum Abwechslung die beste Medizin ist

Stell dir vor, du müsstest jeden Tag nur Äpfel essen – gesund, aber einseitig. Bienen geht es genauso.

Rüssellänge: Jede Bienenart hat einen anders langen Rüssel. Die Hummel braucht tiefe Kelche (wie beim Salbei), kleine Wildbienen brauchen flache Blüten (wie beim Thymian). Ein bunter Mix garantiert, dass alle satt werden.

Aminosäuren: Pollen ist nicht gleich Pollen. Unterschiedliche Pflanzen bieten unterschiedliche Eiweissbausteine, die für die Aufzucht der Bienenlarven lebensnotwendig sind.

Die Hungerlücke schliessen: Im Hochsommer (nach der Lindenblüte) finden Bienen oft kaum noch Nahrung. Durch die Kombination von Frühblühern (Steinkraut) und Spätblühern (Sonnenhut, Kapuzinerkresse) sicherst du das Überleben über das ganze Jahr.

Gängige “nutzlose” Pflanzen und super Alternativen.

Viele Pflanzen, die wir in Gartencentern finden, sind für Insekten leider wie Plastikblumen – sie sehen toll aus, bieten ihnen aber absolut gar nichts. Deshalb haben wir dir hier ein paar mögliche Alternativen zu gängigen Pflanzen aufgelistet.

Das Bienen-Buffet: Mehr als nur Deko

Schon ein einzelner kleiner Topf mit Lavendel, Schnittlauch oder Thymian kann für eine Wildbiene, die in ihrem kurzen Leben nur wenige hundert Meter weit fliegt, der rettende Ankerplatz sein, zudem profitierst auch du von eigenen Kräutern die direkt vor deinem Fenster wachsen.

Das beste daran damit hilfst du nicht nur Bienen sondern unzähligen Bestäuberinsekten wie zum Beispiel Schmetterlingen, Schwebfliegen und Käfer.

Die wahre Bestimmung der Blüte

​Schlussendlich sind Blumen weit mehr als nur ein hübscher Anblick für unsere Augen. Sie sind die Trinkgefäße und gedeckten Tische für Bienen, Hummeln und unzählige weitere Insekten. Jede Blüte ist ein kleiner, lebensnotwendiger Baustein in einem komplexen Netzwerk aus Überleben und Fülle.

​Während wir uns oft von der bloßen Optik leiten lassen, sehen unsere Bienen darin eine unverzichtbare Energiequelle. Wenn wir beim Pflanzen bewusst entscheiden, welche Blüten wir in unsere Umgebung einladen, verwandeln wir unseren Garten von einem reinen Schmuckstück in einen lebendigen Lebensraum. Es ist ein kleiner, aber bedeutender Wechsel des Blickwinkels: Wenn wir Blumen nicht mehr nur nach ihrem Aussehen wählen, sondern danach, wer an ihnen teilhaben kann, schenken wir der Natur genau das zurück, was sie uns täglich gibt.