Ganzjähriges Blütenbuffet
Der Trick für ein echtes Buffet ist, dass von den ersten Sonnenstrahlen im Frühling bis zum späten Herbst immer irgendwo ein „Restaurant“ für die Bienen geöffnet hat. Zudem ist es doch einfach nur schön wenn immer etwas Blüht.
1. Der Trachtenfliess-Effekt (Die lückenlose Kette)
Wildbienen fliegen nicht alle zur gleichen Zeit. Manche sind nur im April aktiv, andere erst im August. Wenn im Juni eine Blühpause entsteht, verhungert die Brut.
Der Praxis-Tipp: „Achte beim Pflanzenkauf auf die Blütezeiten. Das Ziel ist eine lückenlose Kette von März bis Oktober. Setze auf die 3-Pflanzen-Regel: Es sollten zu jedem Zeitpunkt im Jahr mindestens drei verschiedene Pflanzenarten in deinem Garten oder auf dem Balkon gleichzeitig blühen.“
2. Das Frühjahrs-Erwachen (Futter für die Königinnen)
Im März und April erwachen die Hummelköniginnen aus dem Winterschlaf und müssen dringend Kraft tanken, um ein neues Volk zu gründen. Zu dieser Zeit blüht in unseren Gärten oft noch fast nichts.
Der Praxis-Tipp: „Vergrabe im Herbst grosszügig Blumenzwiebeln im Boden! Krokusse, Blausterne (Scilla) und Schneeglöckchen sind die absoluten Lebensretter im frühen Frühjahr. Kombiniere sie im Garten mit einer Salweide (den Kätzchen) oder einer Kornelkirsche – sie bieten den wertvollsten ersten Pollen des Jahres.“
3. Der Herbst-Endspurt (Treibstoff für die Winterruhe)
Im Spätsommer und Herbst (August bis Oktober) wird das Futter in der Landschaft extrem knapp. Jetzt sind vor allem die Efeu-Seidenbienen und die letzten Hummeln unterwegs.
Der Praxis-Tipp: „Lass den Garten im Spätsommer erblühen! Pflanzen wie der Gewöhnliche Efeu (blüht erst ab September/Oktober und ist ein echter Magnet), die Herbst-Aster oder der Dost (Wilder Oregano) sorgen dafür, dass die Bienen vor dem Winter noch einmal richtig auftanken können. Schneide diese Stauden im Herbst nicht zurück – sie sind die Schatzkammer für den Spätbienen-Herbst.
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